
Ort: Neue Wassermühle An der Bergkette 2 Stadthagen Ortsteil Obernwöhren
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Jeder Mensch trägt die Sehnsucht in sich Anzukommen.
Erstaunlicherweise hörte ich diese Aussage in einem Werbefilm über Urlaub in Tirol.
Unmittelbar schossen mir viele Gedanken durch den Kopf, weil auch ich diese Sehnsucht in mir trug: Ankommen.
Was verband ich damit „Anzukommen“? Ruhe? Zufriedenheit? Erwartet werden? Geborgenheit? Nicht mehr allein? Beziehungen? Zuhause sein? Nähe? Geliebt zu sein? Erwünscht zu sein? u.s.w.
War es nicht meine Sehnsucht und Ziel bei Gott zu sein, ihn kennenzulernen, ihn zu lieben und zu gehorchen?
Die meiste Zeit meines Lebens schien ich auf der Suche zu sein, war ich auf der Reise, war ich unterwegs. Doch Ankommen schien in endloser Ferne und unerreichbar. War ich nicht mehr entmutigt unterwegs, als mich noch über das Ziel anzukommen zu freuen?
Ich hörte immer wieder von dem, was ich tun muss um anzukommen? Sei ein braves Kind, sündige nicht, tue was Gott von Dir erwartet, sein Dankbar, freue Dich...
Waren die Lebensumstände schwer, sollte das der Trost sein, irgendwann mal bei Gott zu sein, da wo meine Tränen abgewischt werden, wo unendliche Freude ist? Sollte dies wirklich erst erreichbar zu sein, wenn ich tot bin, nach meinem Ableben, nach meinem irdischen Dasein.
Es war eine unaufhörliche Bitte in meinem Herzen ankommen zu wollen. Die Sehnsucht wurde immer stärker Gott erfahren zu wollen, so wie ich es von einzelnen Menschen immer wieder gehört, oder gelesen hatte. Sie schienen ihm so nahe zu sein, schon jetzt und nicht irgendwann.
Ich erkannte lange noch nicht, dass dieses Ziel greifbar nahe war und dass all meine Anstrengungen immer wieder vergebliche Mühe waren. Die Wahrheit war so einfach, vielleicht zu einfach um dieses Geschenk zu begreifen: Gottes Errettung ist eine Gabe und ein Geschenk.
Ich habe es schon lange bekommen, es aber immer wieder ins Regal gestellt und meinte es mir erst noch verdienen zu müssen. Ich sah in einem Traum, wie Geschenke, die ich einst bekommen hatte, verstaubt in einem Regal in einem trostlos grauen Raum lagen, bis Gott mir ein Geschenk herausnahm und es in neuem Glanz verpackt, mir erneut entgegenstreckte und sagte: Nimm, mein Kind, es ist Dein! Ich sah mich in einem wunderschönen Kleid vor ihm stehen und streckte meine Arme aus, um das Geschenk anzunehmen. Der vorher so trostlose Raum wurde zu einem festlich geschmückten Raum voller Farben und Lichterglanz. Ich konnte sehen wie Gottes Gesicht strahlte, als ich dieses Geschenk annahm und er sprach: Und jetzt mein Kind sag doch endlich „Papa“ zu mir.
Durch Jesus Christus war ich doch längst befreit von meinen Sünden und ich konnte dieses Gnadengeschenk in einfachem Glauben empfangen:
Durch ihn konnte ich endlich in die liebevollen Arme meines himmlischen Vaters. Auch er hatte sich so lange nach mir gesehnt. Ich war angekommen.
Beate