
Seit mehr als 30 Jahren bin ich Christ.
Die ersten 9 Monate nach meiner Begegnung mit Gott, habe ich echte Beziehung zu ihm erfahren. Ich war total begeistert und habe viel positive Veränderung und Freude erfahren, hatte Antworten für mein Leben.
In der Zeit kam ich auch in Kontakt mit Gemeinde, in der ich mich viele Jahre engagiert hatte.
Mein Leben wurde immer stärker auf Gemeinde ausgerichtet: sonntägliche Gottesdienste, Jugendstunden, Gemeindestunden, Schulungen, bzw. Gemeindeseminare vielerlei Art und missionieren um jeden Preis bestimmten mein Christsein.
In Kontakt mit Gemeinde übernahm ich irgendwann die Sichtweisen über Glauben und Gottesbeziehung, die gepredigt wurden.
Nach 20 Jahren hatten sich in meinem Leben unerträglicher Druck und Last aufgebaut und meine persönlichen Probleme waren enorm ausgeweitet. Ich hatte keine Ahnung und Lösung, wie ich da je wieder herauskommen könnte.
Ich hatte Gemeinde den Rücken gekehrt, weil auch sie mir zur Belastung geworden war und mir nicht die Antworten auf meine Fragen geben konnte, die mir helfen sollten, mein Leben/ meine Probleme zu bewältigen.
Das einzige was mir geblieben war, war dass ich tief in mir wusste, dass Gott existiert. Ansonsten hatte ich keinen Bezug mehr zu ihm.
Durch eine absolute Lebenskrise kam es zu einer erneuten persönlichen Begegnung mit Gott, in der ich seine Gegenwart ganz bewusst wahrnahm und sogar spüren konnte. Immer wieder kam es zu solchen Begegnungen mit ihm, wo ER mein Herz berührte.
Von und durch ihn habe ich gelernt meinen ganz persönlichen Weg zu finden. Zum ersten Mal wurde mir durch ihn bewusst, wer ich bin.
Er führte mich nicht nur durch meine schwierige Lebenssituation hindurch, sondern durch ihn bekam mein Leben erst seinen Sinn. Er führte mich so nah zu ihm hin, dass ich Vater zu ihm sagen konnte.
Aus dieser Beziehung heraus lernte ich auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören.
Und wie in den ersten Monaten vor über 30 Jahren, nahmen Freude und Veränderung zu, mit jeder Begegnung, die ich mit meinem himmlischen Papa hatte.
Ich erfahre immer mehr, was es heißt ein Kind Gottes zu sein, wie ein Kind in liebvoller intimer Beziehung und Abhängigkeit vom Vater zu leben.
Zu viele Jahre habe ich als ein Waisenkind gelebt.
Auf dem Weg IHN immer mehr kennen zu lernen, nimm der Druck des Lebens ab, die Freiheit nimmt zu, das Leben kommt in Bewegung, wird abenteuerlich …
Etwas ganz Wundervolles ist entstanden:
Je näher ich in Beziehung mit meinem Herrn und himmlischen Papa komme, je mehr ich ihn kennen lerne, je mehr meine Verletzungen heilen und ich Vergebung erfahre, desto mehr tauche ich hinein in das Bewusstsein, was Liebe und was Beziehung wirklich sind, was sich auch auf die Beziehungen mit den Menschen um mich herum auswirkt.
Daraus ist auch der tiefe Wunsch entstanden, diese Liebe und diese Beziehung weitergeben zu dürfen, wie ER es schenkt.
Rolf Laumann